Berlin hat mehr Brücken als Venedig und mehr Wasserfläche, als die meisten Besucher vermuten. Etwa sechs Prozent der Stadt sind Seen, Flüsse und Kanäle. Wer im Sommer kommt, sollte das einplanen – die Stadt lebt dann draußen.
Die großen Seen
Wannsee. Das Strandbad ist eines der größten Binnenbäder Europas, 1907 eröffnet. An heißen Wochenenden entsprechend voll. Wer Ruhe will, geht ein Stück weiter zur Liebeinsel oder setzt mit der Fähre zur Pfaueninsel über – dort leben tatsächlich Pfauen, und Autos gibt es keine.
Müggelsee. Der größte See Berlins, im Osten bei Köpenick. Weniger Trubel als am Wannsee, dafür mehr Wald drumherum. Von der Altstadt Köpenick fahren Ausflugsschiffe.
Schlachtensee und Krumme Lanke. Schmale Waldseen im Südwesten, beide in einer knappen Stunde umrundet. Beliebt zum Laufen und Schwimmen, gut mit der U3 erreichbar.
Kanäle und Spree
Der Landwehrkanal zieht sich quer durch Kreuzberg und Neukölln. Am Paul-Lincke-Ufer sitzen im Sommer abends Hunderte Leute am Wasser. Offiziell ist das Baden dort nicht erlaubt und angesichts der Wasserqualität auch keine gute Idee.
Eine Spreefahrt vom Nikolaiviertel aus ist touristisch, aber der Blick auf Regierungsviertel und Museumsinsel vom Wasser aus lohnt sich tatsächlich.
Tempelhofer Feld
Kein Wasser, aber die größte Freifläche der Stadt: der stillgelegte Flughafen Tempelhof, seit 2010 öffentlicher Park. Zwei Start- und Landebahnen, auf denen geskatet, gekitet und gegrillt wird. Die Berlinerinnen und Berliner haben per Volksentscheid dafür gesorgt, dass hier nicht gebaut wird. Bei Sonnenuntergang einer der besseren Orte der Stadt.