Berlin ist keine Stadt, die man an einem Wochenende „macht“. Wer versucht, Brandenburger Tor, Museumsinsel, Mauergedenkstätte und East Side Gallery an zwei Tagen abzuhaken, kommt erschöpft nach Hause und hat wenig gesehen. Unser Vorschlag: nehmt euch einen Bezirk pro Tag vor und lasst den Rest liegen.
Was sich wirklich lohnt
Museumsinsel. Fünf Häuser auf einer Spreeinsel, UNESCO-Welterbe. Das Pergamonmuseum ist wegen Sanierung bis auf Weiteres nur teilweise zugänglich – prüft das vor der Anreise, sonst steht ihr vor verschlossenen Türen. Das Neue Museum mit der Nofretete ist der verlässlichere Tipp.
Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße. Der ehrlichste Ort zum Thema Mauer: ein erhaltenes Stück Grenzanlage mit Wachturm und Todesstreifen, nicht nur eine bemalte Wand. Kostenlos, im Freien, deutlich weniger überlaufen als die East Side Gallery.
Reichstagskuppel. Kostenlos, aber nur mit Voranmeldung – und die muss ein paar Tage vorher raus. Wer spontan kommt, hat Pech.
Was man sich sparen kann
Ehrlich gesagt: der Checkpoint Charlie. Was dort steht, ist ein Nachbau mit Souvenirbuden drumherum. Wer die Geschichte dahinter sucht, geht ins Mauermuseum nebenan oder gleich an die Bernauer Straße.
Auch die Aussichtsplattform des Fernsehturms ist teuer und oft ausgebucht. Der Blick vom Panoramapunkt am Potsdamer Platz kostet weniger, und man hat den Fernsehturm mit auf dem Bild.
Praktisches
- Tickets: Für den öffentlichen Nahverkehr reicht in der Regel Tarifbereich AB. Nur für Flughafen BER und Potsdam braucht ihr ABC.
- Fahrrad: Berlin ist flach und hat inzwischen brauchbare Radwege. Für die meisten Wege schneller als die U-Bahn.
- Sonntags: Supermärkte sind zu. Spätkauf und Bahnhofsläden retten euch, sind aber teurer.
- Trinkgeld: fünf bis zehn Prozent, direkt beim Bezahlen angesagt, nicht auf dem Tisch liegen gelassen.